nach leipzig reisen und lesen

morgen also.
war noch nie in leipzig.
der flixbus weiß den weg.
bitte kein stau, keine panne, damit ich auch wirklich rechtzeitig … weil, ich freu mich: aufs lesen am DLL für PS – echt jetz!

Lust und Zeit?
nix wie hin!

Advertisements
Veröffentlicht unter pega: schreiben & lesen | Verschlagwortet mit , , | 4 Kommentare

bissl eskapistisch halt …

nach der arbeit hinterm haus im herbstkühlen vorabenddunst
auf dem kiesweg hocken: barfuß, leicht fröstelnd
sich aus fundstücken einen hübschen kleinen
nachsommer zusammenbuchstabieren,
während die welt ringsum immer
braunfleckiger wird …

fotos: click to enlarge

 

 

     

<- prev: Salvia
-> next:

 

Veröffentlicht unter trail | Verschlagwortet mit | 5 Kommentare

am rande des kontrollierbaren – FIXPOETRY, Neue Schulen

Olga Galicka hat sich mit Texten von mir beschäftigt und dazu auf Fixpoetry geschrieben. Am vergangenen Donnerstag ist
der → Artikel erschienen, zu meiner großen Freude!

Dank an Olga, Dank an Fixpoetry!

 

 

 

Fotos: Dirk Skiba

Veröffentlicht unter pega: schreiben & lesen | Verschlagwortet mit , , , , | 5 Kommentare

Salvia – vor dem Regen, vor dem Herbst …

vor dem regen salbei gepflückt
zum trocknen gebüschelt
räucherkraut teekraut gewürz

 

 

 

 

<- prev: Auden für Ani
-> next: bissl eskapistisch halt

Veröffentlicht unter trail | Verschlagwortet mit | 8 Kommentare

Zum Geburtstag: Joachim Ringelnatz – Schiff

Der Herr Ringelnatz, 1883 im sächsischen Wurzen als Hans Gustav Bötticher geboren, hatte fast so viele Namen wie Berufe. Pinko Meyer nannte er sich, Fritz Dörry, Gustav Hester und ab 1920 gebrauchte er das Pseudonym Ringelnatz – die seemännische Bezeichnung für ein Seepferdchen.

Ein äußerst lebhaftes, fantasievolles Kind sei er gewesen; fliegt seiner dollen Streiche wegen vom königlichen Staatsgymnasium Leipzig, besucht eine Privatschule, die er nach der Obersekunda verlässt, um als Schiffsjunge anzuheuern; absolviert in Hamburg eine kaufmännische Lehre; ist Lehrling in einer Dachpappenfabrik und Gartenbauschüler; verdingt sich u.a. als Hausmeister in einer Pension in England und als Buchhalter im Münchner Reisebüro Bierschenk; kauft sich einen Tabakladen, den er alsbald wieder schließen muss; schlägt sich als Archivar und Dekorateur durch, arbeitet als Bibliothekar bei der gräflichen Familie Yorck von Wartenburg in Schlesien und im Elternhaus des Balladendichters Börries von Münchhausen in Hannover; versucht sich als Fremdenführer auf einer Burg und gibt im Telefonbuch als Beruf Kunstmaler an.

1909 beginnt er im Schwabinger Künstlerlokal Simplicissimus aufzutreten, veröffentlicht Gedichte, versucht auch Bilder zu verkaufen, bleibt allerdings mehr oder weniger erfolglos. Erst 1920 stellen sich erste Erfolge ein, sowohl in der Schriftstellerei als auch in der Malerei: Gastauftritte, Engagements, Ausstellungen in ganz Deutschland.

Ringelnatz publiziert fleißig – dann wird per Verfügung vom 12. April 1933 das geplante Auftreten des Schriftstellers Joachim Ringelnatz in der Künstlerkneipe Simplizissimus zum Schutze von Volk und Staat von der bayerischen Polizei untersagt. Ringelnatz erhält Auftrittsverbot in Deutschland, seine Bilder gelten als entartete Kunst, seine Bücher stehen auf der schwarzen Liste; Bilder und Bücher werden verbrannt …

Ringelnatz stirbt am 17. November 1934 an Tuberkulose und wird auf dem Berliner Waldfriedhof beigesetzt. Bei der Beerdigung habe die Orgel sein Lieblingslied gespielt: La Paloma.

Veröffentlicht unter poems | Verschlagwortet mit , , , | 5 Kommentare

Auden für Ani: About suffering …

Musée des Beaux Arts
(by Wystan H. Auden)

About suffering they were never wrong,
The old Masters: how well they understood
Its human position: how it takes place
While someone else is eating or opening a window or just walking dully along;
How, when the aged are reverently, passionately waiting
For the miraculous birth, there always must be
Children who did not specially want it to happen, skating
On a pond at the edge of the wood:
They never forgot
That even the dreadful martyrdom must run its course
Anyhow in a corner, some untidy spot
Where the dogs go on with their doggy life and the torturer’s horse
Scratches its innocent behind on a tree.

In Breughel’s Icarus, for instance: how everything turns away
Quite leisurely from the disaster; the ploughman may
Have heard the splash, the forsaken cry,
But for him it was not an important failure; the sun shone
As it had to on the white legs disappearing into the green
Water, and the expensive delicate ship that must have seen
Something amazing, a boy falling out of the sky,
Had somewhere to get to and sailed calmly on.

<- prev: nachruf auf ein kleines leben
-> next: Salvia – vor dem Regen, vor dem Herbst …

 

Veröffentlicht unter poems, trail | Verschlagwortet mit , , | 4 Kommentare

Lion Feuchtwanger zum Geburtstag – Glück …?

alles nicht so einfach mit dem glück. ist ja
auch kontextabhängig und so weiter.
oder?
wer weiß …

Veröffentlicht unter stimmt's? (quotations) | Verschlagwortet mit , | 4 Kommentare

3 – 2 – 1 – Pega liest: meine drei lyrischen ichs

wann? wo?
am kommenden Donnerstag, 22.06.2017, um 20:00 Uhr
in München, Einsteinstraße 42, Halle 3

wer?
Michelle Steinbeck, Lara Rüter, Pega Mund mit Lyrik
Judith Neunhäuserer mit Videoinstallationen

Lust und Zeit?
nix wie hin!

vorfreudig gespannt: Pega

 

Fotos: Dirk Skiba

Veröffentlicht unter pega: schreiben & lesen | Verschlagwortet mit , , | 15 Kommentare

Tzveta Sofronieva – Sprache, wie Wasser …

Von Sofia, wo sie 1963 geboren wurde, reist die Bulgarin Tzveta Sofronieva in ihren Gedichten zu den Felsenklöstern von Meteora nach Thessalien, reist nach Ithaka, Odysseus entgegen, bis nicht nur sie das Ionische Meer kennt, sondern vielmehr das antike Meer sie, die Bulgarin, „erkennt“.
Von Sofia auch fährt sie mit dem Bus nach Plovdiv und nach Russe (Rustschuk, an der Grenze zu Rumänien), dem Geburtsort Elias Canettis.
Später heiß
en die Reiseziele New York, Cambridge oder Paris, Stuttgart, Berlin … und dort, in Berlin, lebt die Physikerin und promovierte Wissenschaftshistorikerin heute, arbeitet als Dichterin, Essayistin, Herausgeberin, Dozentin, Übersetzerin, schreibt auf Englisch, Bulgarisch und auch auf Deutsch, in der Sprache also, die sie, so las ich, als ihre fünfte erlernte … -> mehr 

Veröffentlicht unter poems | Verschlagwortet mit , | 2 Kommentare

Was macht der Mai? Tagesgedichte?

Naja, der Mai macht die Bäume wieder grün, das vor allem. Die Tagesgedichte,
die wachsen derzeit in Michael Gratzens geschätzter Lyrikzeitung.
Jeden Tag steht da eines zum Pflücken bereit. Auch von mir
war da was, zu meiner großen Freude …

 

 

Veröffentlicht unter pega: schreiben & lesen | Verschlagwortet mit , , , | 2 Kommentare

Johann Georg Jacobi – April (adieu, adieu …)

Wohlan, auf dass der Mai kommen möge mit Glanz und Licht, verabschieden wir heut den April mit einem Gedicht von Johann Georg Jacobi, der von 1784 bis zu seinem Tod im  Jahre 1840 an der vorderösterreichischen Universität Freiburg als Professor der Schönen Wissenschaften wirkte.

Heute zwar weitgehend vergessen, prägte Jacobi in diesen Jahren doch das kulturelle Leben in der Region Breisgau, einem Zentrum der katholischen Aufklärung. Neben zahlreichen Gedichten verfasste Jacobi Sing- und Schauspiele, schrieb Prologe zu Theateraufführungen in der Stadt und scharte einen Dichterkreis um sich, dessen wichtigstes Forum die von ihm herausgegebene literarische Zeitschrift Iris war.

Veröffentlicht unter poems | Verschlagwortet mit , , | Kommentar hinterlassen

Georg Heym – April

Dies Aprilgedicht von Georg Heym durchschreitet
die Landschaft von Farbe zu Farbe, vollzieht eine uneilige, entspannte Blickbewegung, die über die grünen Halme der jungen Saat gleitet, den aufflatternden Krähen folgend, das Meer assoziierend, weit in die blaue Ferne der Berge geführt wird, im Silberschleier des feinen Regens schließlich endet …

… eine große Ruhe und Atemweite empfange ich von diesem Gedicht, zugleich lebendige, die Sinne ansprechende Frische.



 

Veröffentlicht unter poems | Verschlagwortet mit , , | 6 Kommentare