Alltag: ist ein Krokodil mit Schirmchen ….

Ulli fragt nach dem Alltag, dem Immerwiederkehrenden: nach dem, was man Tag für Tag in die Hände nimmt oder sieht. Eine feine Idee, wie ich finde, und eine Anregung für mich, auch meinen eigenen Alltagstunnel ein bisschen auszuleuchten.

Oft und oft während meiner Arbeitstage fällt mein Blick auf jene Dingelchen, die hier im Bild zu sehen sind.

Das Krokodil stammt aus einem alten Scenotest-Koffer, den ich vor drei, vier Jahren endgültig ausrangiert hab. Seitdem steht das Krokodil mit rosa Schirmchen im Maul auf dem Schreibtisch in meinem Büro, ein bisschen Wächterfigur, ein bisschen Charme-Offensive, ein bisschen vielleicht auch Metapher für meinen Berufsalltag. Manche Kinder lieben es, mit dem Finger über Krokos Holzahnleiste zu tasten. Ich tue das manchmal auch … wenn ich nachdenken muss.

Meine Arbeitsalltage sind vollgepackt mit Terminen. Die kleine Uhr hilft mir, den Zeitplan zu halten, und mit den Küchenweckern, Ei und Lebkuchenmann, markiere ich Zeiteinheiten für die Kinder, die zu mir kommen.

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auf der flucht aus dem bild: pega performt

-> wann
DI, 23.10.2018, 20 Uhr

-> wo?
im Theater HochX
Entenbachstr. 37
81541 München

-> was?
es könnte gehen um:
apnoe und katzenzungen, selfies,
gedankenrecycling, gedimmte bewegung, stille größen, belichtete worte, geschichtete orte, den pupillenpool, radon, zimt, teer, banjos, daumenklaviere, perücken, mandibulae, münzen

Lust und Zeit? –> nix wie hin!

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meer. blicke.

baden und sonnen früh morgens: wind und wellen sind sanft, mild, so auf eine art wie „die tun nix, die wellen, die wollen nur spielen“.
ist also das meer heut ein täppischer hund, leckt mit seiner beweglichen zunge unermüdlich die felsen blank vom schweiß der badenden, tut gutmütig weich. dass der meerhund auch fangzähne hat hart und kalt, das kann man nur ahnen … dann wieder steh ich abends auf dem felsen, schaue so längs übers wasser: kleine wellen, von der letzten sonne beglänzt, glitzern wie tausend glitschende springende fischleiber – oder als wär‘s wasser eine bewegliche haut, zusammengesetzt aus den silberschuppen vielvieler fischlein … ein andermal dann zerfällt es bleigrau im regen, das meer: gleicht modrigen pilzen, ganz nichtssagend flaugrau …


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dicke möwen, flinke schwalben: ankommen im camping

… hymer dethleffs knaus quechua high-tech satellitenschüsseln komfortabel wie daheim perfektionierter plastikhausrat braun und braun gesonnte haut und fleisch und fleisch gegrillt in mengen speck und bauch die möwen essensrestgemästet dick im waschhaus flink und zierlich schwalben ein und aus die reinemachefrauen mehrmals täglich ach wie sauber hier das mittelmeer kein plastik schwimmt kein totes … ding … in fetzen sprachgewirr holländisch französisch deutsch kroatisch italienisch polnisch englisch noch- und nochmal die geschichten von der anfahrt wo man herkommt was man vorhat kochen essen wie das wetter dass die sonnenuntergänge wirklich immer wieder wunderbar sind später still der gute mond die güldnen sternlein prangen hoch und … psst … schon schläft der menschenzirkus unter alten eichenbäumen die tags geduldig schatten schenken sitz ich da ich sag nix frag nix lausche taste schreib demütig diesdas auf dieweil mein sommerkleid sich auf der leine bauscht …

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im august ein traum von ani

anis sterbetag jährt sich heut.
fünf jahre sind vergangen, fünf jahre!
alle bilder von ihr sind da in mir, meine hilflosigkeit,
die verzweiflung auch. alles noch da unverblasst,
aber weniger schneidend, gemildert von der
verflossenen zeit.

träumte von ani heut nacht:

wir stehen beim esstisch, neben ihrem stuhl, stehen uns gegenüber.

ani ist hell gekleidet, trägt eine weite weiße hose und ein helles westchen; die haare offen, zwei spangen; ani kann gehen, mühsam zwar, sehr langsam, humpelnd, ihre hüften sind sichtbar verformt – aber sie kann frei gehen, scheint auch gewachsen zu sein, ist fast so groß wie ich.

wir stehen uns gegenüber, sehen uns an; umarmen uns schließlich fest: während dieser umarmung bricht mein traum den linearen ablauf der zeit auf, es dreht sich rasend, wirbelnd die zeit um sich selbst, vergangenes und zukünftiges schiebt und schichtet und flicht sich ineinander und alles ist zu-gleich.

ani und ich, wir umarmen uns in meinem traum, es ist jener mittwochabend, da wir uns zum letzten mal sahen, und ich weiß, dass sie sterben wird, und sie weiß, dass ich weiß; wir sprechen nicht und plötzlich lässt sie mich los, humpelt weg von mir …

das traumzimmer löst sich in dunklem nebel auf.

ich erwache.

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Höchst herzlich dem Herrn Jandl zum Geburtstag einen Ottosmops!

Ernst Jandl (* 01.08.1925, † 09.06.2000) mit Mops

 

 

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… und im Juli so?

Hab ich mich sehr gefreut, als bei Fixpoetry
in der Reihe Von Frauenhand eine meiner
„Kollekten“, also ein Werkstattzettel, ein
Stoffcluster als Text des Tages erschien.

Hier -> kann man‘s ansehen, lesen …

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VIPs: Very Important Pets – Cat-Content, Hemingway

Hemingway?

Nun ja, Katzen waren seine Leidenschaft.
War’n ihm wohl samtweicher Trost, beruhigende Gesellschaft. Bevölkerten (30 und mehr) sein inmitten tropischer Vegetation gelegenes Anwesen auf Key West, Florida, wo er ab 1928 einige Jahre lebte, und später natürlich dann auch die 1939 bezogene Finca in Kuba.

Und sonst?

Heute vor 119 Jahren geboren: 21.07.1899.
Reporter, Kriegsberichterstatter, Autor: erfolgreich, bekannt.
Pulitzer-Preis (1953). Literaturnobelpreis (1954).
Großwildjäger, Hochseefischer, Flieger.
Boxer. Stierkampfaficionado.
Litt zeitlebens unter schweren Depressionen, war alkoholkrank. Ab 1960 Medikamente und Elektrokrampftherapie, 15 Anwendungen allein im Dezember 1960.
Erschoss sich am 02.07.1961 in seiner Residenz in Ketchum, Idaho.

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wepsert macht freude, girl crush tut gut: überraschung …

 … und freude, anhaltende freude über diesen -> artikel auf wepsert, der seite eines jungen
berlin-leipzig-münchnerischen autorinnenkollektivs: großen herzdank für die wertschätzung an alisha gamisch und die -> wepsert-crew!

 

 

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leise zieht durch mein gemüth …



… weil heut der erste mai ist.
weil der heine ein feiner ist.
immer. noch. wieder.

 

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adieu, adieu, ich reise …

___20120303_PegaTitelIndien_900eine kleine weile werd ich weg sein, sehr weit weg. warum und wohin und wozu: das kann ich jetzt nicht erklären, die zeit verrinnt, ich will mich sputen.
der rucksack ist gepackt. viel brauchen werd ich nicht, waschmittel ist wichtig …

euch, ihr lieben nah und fern, wünsch ich gute tage, ein osterfest, wie‘s euch gefällt.
gebt acht, habt‘s fein, bald kehr ich wieder.

          

 

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Kleine Wasser ändern die Betonung: Vorfrühling, Rilke

ein zärtlicher märzensonntag heut,
da will ich es mit rilke halten …

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