vorerst noch intakt – 100 worte / 002

ferien also.
a
ugust, september: umzugstechnisch zunehmend heftig.

das köstlichste: um fünf, halbsechs aufstehen, mehr als eine stunde im noch kühlen garten mit den vogelstimmen allein sein. bald hab ich keinen garten mehr.

sobald j bereit ist, fangen wir an.
graben uns
wacker durch’s alltagsgewölle, durch den erinnerungsdschungel. zweiundzwanzig jahre familienbiographie: unglaublich, was da lagert in den zimmern, in den kellern.

wir schürfen, schichten, räumen, sichten, sortieren. bepacken bananenkartons. staub. viel staub schlucken. tee trinken, wasser. gegen mittag pause. essen: ein, zwei scheiben vom selbstgebackenen sauerteigbrot, käse, gurke, tomate, apfel.

der kern der häuslichen infrastruktur, die küche, bleibt vorerst noch intakt.

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Antonia Pozzi – Zeit

Für Ani zum 3. August
ein Gedicht von Antonia Pozzi,
das ich sehr mag.

 

 

 

 

 

 

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stimmen JETZT: Birgit Merk – Noir et blanc

stimmen JETZT im Juli präsentiert Verse von Birgit Merk, entnommen dem titelgebenden Gedicht ihres 2022 bei Black Ink Lyrik erschienen Debütbandes Bevor das weiße Licht kommt.


Noir et blanc, das Gedicht, aus dem obige Verse stammen, spricht gelassen über große Themen, macht ganz unangestrengt einen weiten Horizont auf – folgt der Lebenslinie, ruft zentrale Erinnerungen wach, zieht ein eindringliches Resümee.
Schwarz und weiß ist das Leben, Farbe ist eine Illusion, am Ende kommt „das weiße Licht“ und nimmt alles auf.

Kein Wortgeklingel, kein störendes Pathos in den Versen, karg und klar ist die Sprache geschnitten, schwarz und weiß …

Lasse ich die Verse an mich heran, tauchen Naturbilder auf vor meinem inneren Auge: eine weite Schneelandschaft, ein schwarz-zweigiger Baum, die Horizontlinie verschwimmt … Stille, eine zarte Melancholie, große Ruhe, Beruhigung … für mich ein Textstück, das mir ganz unmittelbar gut tut.

Birgit Merk, geboren 1977 in Augsburg, lebt in München.
Die Autorin schreibt seit ihrer Kindheit. Sie ist Mitglied des Musikprojekts »Prinzip Nemesis« und verfasst auch Songtexte. Ihr Interesse gilt dabei vorwiegend der experimentellen Musik. Einige ihrer Texte wurden für verschiedene musikalische Kooperationen und Einzelprojekte vertont.
Bevor das weiße Licht kommt, Black Ink 2022, ist ihr erster Lyrikband.

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das erste worthundert: geschafft! / 001

hundert worte schreiben tag um tag,
bis ein zehntausendwortpacken geschafft ist:
ein projekt der geschätzten mützenfalterin!!

ich, pega, möcht es ihr gleich tun.
einmal jede woche? einmal jeden monat?
(hier stehen jetzt übrigens schon dreißig oder, bei
anderer zählung, vierzig worte.)

tag um tag: nicht zu machen für mich.

viel zu viele to-do-dinger, tasks, baustellen, bahnhöfe, schauplätze; die pflichtenlitanei, die breit gefächerte arbeitspalette; das atemraubende alltagstheater mit doppel- und dreifachrollen, gefühlt siebenundsiebzig hüte hängen mir über’m haupt, ständiger switch, nicht jeder hut passt wirklich gut … wie konnte es nur so weit komm- … aber schau!
ein erstes worthundert: geschafft!

PegaTheater

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„Man überlasse uns die Masken, die Korsagen, die …

… Kaskaden kunstvoll ondulierter Haare, um jenes […] Instrument zu sein, das man in Mußestunden […] spielt. Falls wir dabei zu Schaden kommen [] bringt uns in die Salpêtriere, wo weltberühmte Ärzte sich um unsre Leiden kümmern. Man helfe mit bewährten Mitteln (Elektroschocks, Ovarienpressen, was immer man für nötig hält) …“

Dies schreibt, ausgehend von dem berühmten Pferdemarkt-Gemälde, Verena Längle in ihrer Hommage an die außergewöhnliche Tiermalerin Rosa Bonheur – ein kurzer Besuch bei Wikipedia lohnt sich!

Beim Lesen war ich spontan sehr begeistert von Verenas scharfsinnigem, scharfzüngigem Beitrag, welcher mit den Worten schließt: „Der Kampf um den weiblichen Körper dauert bis heute an.“

Aber bitte, folgt dem -> Link und lest selbst!

Mit herzlichen Grüßen zum Wochenende:
Pega

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stimmen JETZT: Ayna Steigerwald – 17, manchmal bin ich …

Für stimmen JETZT im Juni habe ich ein Gedicht von Ayna Steigerwald ausgesucht, entnommen ihrem 2019 in München erschienenen Debütband tagslichtdosen. Es ist das 17. der insgesamt 24 impressionistisch flirrenden Gedichte des Bandes: Ein Leporello von Wahrnehmungen, Anmutungen, Stimmungen öffnet sich, dargeboten vom wach reflektierenden Textsubjekt.
Eine schöne Rezension zu den tagslichtdosen hat Astrid Nischkauer für die Signaturen verfasst.


Das vorliegende Gedicht beeindruckt mich, weil es so kurz und knapp bleibt; weil es unprätentiös und selbstverständlich, ohne aber floskelhaft zu werden, mit wenigen präzisen Worten von einem Zustand erzählt, vom „nicht rasiert sein“ nämlich, vom Widerborst, mit dem auch ich durch manche Tage gehe … nichts sitzt, nichts passt, alles ist neinein, Herz, Wange, Knie – der ganze Körper befallen … das Gedicht tröstet mich, indem es (so lese ich ganz subjektiv) unaufgeregt, fast zärtlich mit diesem Zustand umgeht: Macht nix, iss manchmal so, bist auch nichtrasiert okeeh! sagt mir das Gedicht – wie gut! Naja, und außerdem erfreu ich mich am Augenzwinkern der Binnenreime und am Knie, dem Reserviertheit und Verweigerung ja eingeschrieben sind (K-nie!).
Danke, liebe Ayna, für dieses Gedicht!

Ayna Steigerwald, geboren in Brüssel und aufgewachsen in München, lebt seit 2017 in Hamburg. Sie arbeitet als Autorin & Dramaturgin in der Freien Szene, veranstaltet Lesungen, vermittelt Kunst & Literatur und ist beteiligt an Projekten wie den Foto-Text-Installationen mo|men|tos. Seit 2020 ist sie im Team des Kunst- und Diskursfestivals fluctoplasma in Hamburg.
Neben Veröffentlichungen in Netz & Zeitschriften publizierte sie 2019 den Gedichtband
tagslichtdosen (Materialien München) und arbeitet an ZUSTAENDE (Minizines, Hamburg).
Zur Webseite der Autorin → www.aynasteigerwald.de

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stimmen JETZT: Kathrin Niemela – 9, posten hygge

stimmen JETZT im Mai zeigt ein Gedicht von Kathrin Niemela (-> Literaturport), entnommen ihrem im Kölner Verlag parasitenpresse erschienenen Debütband wenn ich asche bin, lerne ich kanji.

Als ich Kathrins Buch in Händen hielt, war ich angetan von der Leichtigkeit und selbstverständlichen Sicherheit ihres Schreibens, das mich als Leserin ganz unversehens, wie nebenbei, in unterschiedlichste innere und äußere Räume führt; mir Bilderbögen öffnet, Zusammenhänge schafft oder bricht, Leporellos entfaltet, sich verortet, weiterzieht,
schwingt
So spielt das hier vorgestellte Gedicht mit den Oberflächen und Hülsen aktueller Lebensgestaltung, führt Versatzstücke zeitgenössischen Alltags vor, mit denen Menschen ihre Biografien ausstatten, anreichern
, überfrachten, ohne je den sehnsüchtigen Hunger nach einem Zuhause beieinander, miteinander stillen zu können – Resümee einer Beziehung, aber darüber hinaus auch Hinweis auf eine Befindlichkeit, die an vielen Menschen nagt: Die schönen glatten Oberflächen haben Risse …

Vielen Dank, liebe Kathrin, dass ich Deinen Text hier zeigen darf!

Das für den Text verwendete Foto stammt vom Foto-Löwen.
Dankeschön, lieber Bernhard!

Stimmen zum Buch gibt es inzwischen einige, u. a. in der SZ , im Signaturen Magazin, bei der geschätzten Birgit Böllinger. Weitere Stimmen finden sich auf Kathrin Niemelas Homepage.

Kathrin Niemela, geboren 1973 in Regensburg, lebt in Passau und Regensburg und ist in der Welt unterwegs als Lyrikerin und Markenbotschafterin für eine Medizintechnikfirma.
Sie studierte Betriebswirtschaft in Regensburg und Paris. Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien. 2021 erschien ihr erster Gedichtband wenn ich asche bin, lerne ich kanji bei der parasitenpresse. Das hier gezeigte Gedicht stammt aus dem darin enthaltenen Zyklus die süße unterm marmeladenschimmel, für den sie den Jurypreis des Irseer Pegasus 2021 erhielt.
Homepage der Autorin: https://kathrin-niemela.de

 

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stimmen JETZT: Katharina Kohm – der frühling hängt in der tür

Anfang April stellte Katharina Kohm im Rahmen einer Lesung in der großartigen Buchhandlung Moths in München ihren neuen Gedichtband in melanin vor (gutleut verlag, Frankfurt am Main, Nov. 2021), rezensiert von Beate Tröger beim Signaturen-Magazin. Ich hatte das Vergnügen, bei der Buchvorstellung dabei zu sein, und als Katharina das Gedicht der frühling hängt in der tür las, wusste ich sofort: Diesen Text möchte ich im April bei stimmen JETZT zeigen.

Das Gedicht, scheint mir, passt zu diesem Frühling 2022, der uns – trotz zunehmender Schräglage der Welt, trotz apokalyptisch anmutender Nachrichten und Bilder – Blüten bringt.
Ganz besonders begeistert mich die feine Sprachbewegung des Gedichtes in der dritten Strophe, welche (mich) an eine sich allmählich öffnende Blütenknospe erinnert: Mit jedem Zeilenbruch entfaltet sich eine neue Sinneinheit, bis schließlich in den drei letzten Zeilen eine versöhnliche Schlussperspektive aufblüht …

Vielen Dank, liebe Katharina, dass ich das Gedicht hier zeigen darf!

Katharina Kohm, geb. 1985; Studium der Biologie, Germanistik, Kunstgeschichte und Psychologie; promoviert derzeit zum Thema Sprachmagie; gibt Seminare, verfasst wissenschaftliche Aufsätze und Essays und hält Vorträge zu den Themen Gegenwartsliteratur, Ästhetik, Metapherntheorie und Feminismus.

Ihr Debütband Schuppenflügel. Ein Zyklus in Kehrtwenden erschien 2010 im Llux-Verlag, 2019 dann ihr zweiter Lyrikband Phosphor. Ein Übergeben im geest-Verlag; im Herbst 2021 in melanin beim gutleut-Verlag, Frankfurt am Main.

Katharina Kohm wurde für das diesjährige Lyrikstipendium des Stuttgarter Schriftstellerhauses ausgewählt. Sie lebt in München.

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stimmen JETZT: Ragnar Helgi Ólafsson – WILDER PSALM

stimmen JETZT im März stellt den isländischen Autor und KünstlerRagnar Helgi Òlafsson vor mit dem Gedicht WILDER PSALM aus dem 2017 im ELIF Verlag zweisprachig erschienenen, ganz wunderbar vom Dichter selbst gestalteten Band Denen zum Trost, die sich in ihrer Gegenwart nicht finden können.

Der Gedichtband wurde 2015
mit dem Tómas-Guðmundsson-Poesie-Preis ausgezeichnet, den die Stadt Reykjavík alljährlich an herausragende Werke der isländischen Dichtkunst vergibt. Eine lesenswerte Besprechung zum Band gibt es imSignaturen-Magazin.

J. M. R. (im Untertitel des Gedichtes) ist eine Referenz an den persischen Mystiker und Dichter → Jalal ad-Din Muhammad Rumi (1207 – 1273).

Ein herzliches Dankeschön geht nach Prag: Ich freue mich, das Gedicht hier zeigen zu können, lieber Wolfgang Schiffer, und bin schon sehr gespannt auf Laus blöð – Ljóð og textar (Lose Blätter – Gedichte und Texte), das 2023 bei ELIF erscheint!

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-> Jón Thor Gíslason (Übersetzung), geb. 1957 in Hafnarfjörður, lebt seit Anfang der 1990er Jahre als Bildender Künstler in Deutschland; bis 1988 professioneller Popmusiker in Island, danach Aufbaustudium (Meisterklasse) an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart; zeitweise Korrespondent in Deutschland (Kunst und Kultur) für die isländische Tageszeitung Morgunblaðið. Veröffentlichungen: Erzählungen in Kulturbeilagen der Tageszeitung Morgunblaðið sowie diverse Übersetzungen isländischer Lyrik in Zusammenarbeit mit Wolfgang Schiffer, vor allem für den ELIF Verlag. Er lebt in Düsseldorf.

-> Wolfgang Schiffer (Übersetzung), geb. 1946 in Nettetal-Lobberich, studierte Germanistik, Philosophie und Theaterwissenschaften; veröffentlichte Prosa, Lyrik sowie Hörspiele; ist als Herausgeber und Übersetzer aus dem Isländischen tätig; u. a. Vorstandsmitglied des Literaturhauses Köln, Mitglied der Akademie der Darstellenden Künste sowie des PEN. Seit 1976 arbeitete er als Hörspieldramaturg beim WDR, von 1991 bis 2011 war er in leitender Position für Hörspiel, Radio-Feature und Literatur zuständig; von 1995 bis 2003 gehörte er zudem dem Lenkungskomitee für Hörspiel der Europäischen Rundfunkunion (EBU) an. Für seine Publikationen (neben Herausgaben und Übersetzungen, vornehmlich aus dem Isländischen, zuletzt: Bilanz – Hörspielkunst aus den Studios des WDR, eine CD-Anthologie, Lilienfeld Verlag 2016; Die Befragung des Otto B., Edition Elektrobibliothek Verbrecher Verlag 2017; Das Alphabet des Feuers, Gedichte aus Island, CD-Edition, ELIF Verlag 2021; Dass die Erde einen Buckel werfe, ELIF Verlag 2022) erhielt er mehrere literarische und kulturelle Auszeichnungen, u. a. das Ritterkreuz des Isländischen Falkenordens. Er lebt in Köln und in Prag.

-> Ragnar Helgi Ólafsson, geb. 1971 in Reykjavík, ist ein Schriftsteller und Künstler. Parallel zu seiner Tätigkeit als Autor hat er zahlreiche Ausstellungen in Island und im Ausland gehabt. Er ist Träger des Tómas Guðmundsson Literaturpreises und wurde zweimal für den Isländischen Literaturpreis nominiert. Er lebt in Reykjavík.

Bisherige Veröffentlichungen, u. a.:
# Bréf frá Bútan – skáldsaga, Tunglið forlag 2013
# Til hughreystingar þeim sem finna sig ekki í samtíma sínum – lög og textar, Bjartur 2015
(Denen zum Trost, die sich in ihrer Gegenwart nicht finden können – Lieder und Texte, ELIF 2017)
#
Handbók um minni og gleymskuSmásögur, Bjartur 2016
(Handbuch des Erinnerns und Vergessens – Erzählungen, ELIF 2020)
#
Bókasafn föður míns – sálumessa, Bjartur 2018
# Tveir leikþættir: ærslaleikur & gamanþáttur með harmrænu ívafi þó, Tunglið forlag 2019
#
Laus blöð – Ljóð og textar, Bjartur 2021
(Lose Blätter – Gedichte und Texte, erscheint bei ELIF 2023)
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stimmen JETZT: Augusta Laar – LOBGESANG (nunc dimittis)

Augusta Laar (-> SZ) schickte mir zu meiner großen Freude ihren jüngst in der Edition Melos erschienenen Lyrikband Mitteilungen gegen den Schlaf.

Nach dem ersten gespannten Durchblättern des schönen Buches wusste ich gleich: LOBGESANG (nunc dimittis), dieses flirrend luzide, weit ausgreifende, suggestive, sehr klug und fein gebaute Gedicht – Resümee, Andachtsbild und Abgesang zugleich – will ich bei stimmen JETZT im Februar zeigen: Danke, liebe Augusta, dass Dein Text hier in meiner Reihe erscheinen kann!

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Augusta Laar
1955 geboren, Künstlerin, Schriftstellerin, Musikerin, lebt in München und Wien.
Seit 2009 Leiterin der Lesereihe der Schamrock-Salons und seit 2012 des internationalen Schamrock-Festivals der Dichterinnen in München und Wien.
2016 Botschafterin der Schule für Dichtung Wien in Medellin, Mitglied des World Poetry Movement.
Sie ist Teil des elektro-akustik Duos Kunst oder Unfall mit Kalle Aldis Laar. Auftritte in Thiruvanathapuram, Istanbul, Riga, Wien, Venedig, Toronto, New York.
Zusammen veranstalten sie auch das Schamrock-Filmfestival female presence und den Kunst oder Unfall Salon.

Publikationen zuletzt:
– Mitteilungen gegen den Schlaf, Träume Lieder Skizzen, edition melos, Wien 2021
– Kunst oder Unfall Fanzine #7, Künstlerbuch München-Wien 2021
– Avec Beat, Kurzformen, Mischungen, Loops, Black Ink, München 2020
– Spinning Records, poems E/D, Versopolis, Ledbury UK 2019
– Best Friends, Ausstellungskatalog, Galerie Bezirk Oberbayern 2019
– Planet 9, Gedichte, Fragmente, Instruktionen, Berger, A-Horn 2017
– summt dem fall, Gedichte und Zeichnungen, edition art science, A-St.Wolfgang 2016

Weblinks:
-> www.poeticarts.de
->
Wikipedia

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längst beschlossen, heut besiegelt: werde also

umziehen: das große familienhaus räumen, das uns so viele jahre getragen hat; mich zum herbst hin am neuen lebensort anwurzeln (hoffentlich!).

zu tun ist viel derweil. sortieren, einpacken, loslassen. sich durch gelebtes leben fräsen. keine einfache arbeit: jeder gegenstand trägt erinnerungen. kann sein, ich zeige in den kommenden wochen hier das ein oder andere fundstück.

die akeleien werden wir nicht mitnehmen können, das gute feuer in unserem ofen auch nicht. aber das kleinwinzige hausaltärchen mit dem halbdaumengroßen buddha, das schon …

       
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stimmen JETZT: Àxel Sanjosé – Januar

Heute möchte ich euch bei stimmen JETZT einen Text von Àxel Sanjosé (→ Wikipedia) vorstellen, nämlich das Gedicht Januar aus dem 2021 im Rimbaud Verlag erschienenen Band Das fünfte Nichts (→ Rezension).

Wenn ich Gedichte von Àxel Sanjosé lese, bin ich immer wieder beeindruckt davon, wie präzise er schreibt, wie konzentriert und „wesentlich“, in die Tiefe gerichtet … und dabei bleibt seine Sprache so leicht, so ganz ohne Pomp und verschnörkelte Wortgewalt.
Das Mondgedicht, wenn ich es still auf mich wirken lasse, beruhigt mich, obwohl es (mir) letztlich rätselhaft bleibt; das Gedicht erklärt mir die Welt nicht, es deutet an, schwebend, nährt und tröstet mich dennoch, mit – nun ja: mit seiner Schönheit …

Vielen Dank, lieber Àxel, dass ich Dein Januar-Gedicht hier zeigen darf!


Àxel Sanjosé (-> Literaturport), geboren 1960 in Barcelona, lebt seit 1978 in München.
Zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien, vier eigene Gedichtbände:
Anaptyxis (2013), Gelegentlich Krähen (2015) und Das fünfte Nichts (2021) im -> Rimbaud Verlag, Lebensmittellyrik (2021) im -> Edition Melos Verlag; zudem übersetzt Àxel Sanjosé Lyrik aus dem Katalanischen und aus dem Spanischen: 2019 erschien bei Rimbaud der zweisprachige Auswahlband -> Poesies mit aus dem Katalanischen übersetzten Gedichten von Màrius Torres (-> Wikipedia) und jetzt, im Januar, wurde im Münchner -> Lyrik Kabinett Der Pinien Grün, des Meeres Blau vorgestellt, Übersetzungen von Gedichten des katalanischen Klassikers -> Joan Maragall.

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