pack die koffer, zwanzichneunzehn, es wird zeit für dich zu …

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… gehn. warst anstrengend, ja, warst n mürbjahr mit konsequent hohem belastungslevel, immer n tick zu lang die pflichtenlitanei.

hast mich ins gerenne gebracht, hast mich viel schwitzen lassen, mich switchen lassen tagtäglich, immer von feld zu feld, von welt zu welt, als führte ich vier-, fünferlei leben zugleich, eines dem anderen fremd.

hast mich oft kurzatmig gemacht, zwanzichneunzehn, auch → freude (freude!) …. strengt an. schlimm, viel schlimm war die berufsschulklasse, deren bodensatz an gewaltverherrlichenden, rassistisch-antisemitisch-homophob-frauenfeindlich-hardcorepornografischen hater-strukturen du, zwanzichneunzehn, mir in den letzten wochen hast vor die füße geworfen.

jetzt aber: sallü du, zwanzichneunzehn, ich dank dir für alle bewegung, pfiatti, mach‘s guat. ach und sag doch bittschön, wenn du sie triffst, der zwanzichzwanzich, sie möge das tempo a kloa wengerl drosseln …

DANK an euch, liebe LeserInnen!
Habt gute Weihnachts- und Neujahrstage, genießt eure Zeit, freut euch, erholt euch, atmet durch. Ich wünsch euch rundum das Beste und hoffe, ihr kommt auch im nächsten Jahr hie und da mal vorbei!
Pega

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Alltag: ist doch n Gedicht! Barbara Köhler, SELBANDER, oder: Wo zwei oder drei in meinem Namen beisammen …

Ullis Alltagsprojekt – Danke, vielen Dank, Ulli! – geht zu Ende, und weil ich alletage mit mir Gedichte trage, schließ ich den Bogen mit einem Zitat aus Barbara Köhlers feinem Poem SELBANDER, ganz zu lesen und zu hören → hier.

 

 

 

 

 

Das verwendete Bild ist eine Arbeit von Ulli Gau.

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Alltag: ist Wundertüte – Hamburg, Gertrud Kolmar Preis

Für Ullis Alltags-Projekt

Sehr verlässlich (durch)kreuzt Unerwartetes, Ungeplantes meine Alltagsroutinen: Zufall, Zugefallenes. Das ist nicht selten lästig, aber oft auch sind‘s auch Geschenke, die da kommen, kleine und größere, wundersam und unverhofft.

Ja, und in nicht mal mehr sechs Stunden sitze ich im Zug, der mich (hoffentlich ganz fahrplanmäßig!) nach Hamburg bringt, wo heute Abend der -> Gertrud Kolmar Preis vergeben wird. Eine der drei Nominierten bin – ich. Werde meine Texte lesen, werde schauen und hören und staunen.

Wer also zufällig in Hamburg ist und Zeit und Lust hat, die/der ist herzlich eingeladen, mich im Literaturhaus zu treffen.
Okeeh, ich weiß schon, dass Hamburg SEHR weit weg ist. Trotzdem … 😉

 

 

 

 

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Alltag: ist ani, eia wasser regnet schlaf

-> Ullis Alltags-Projekt

ach, zu meinem alltag gehört doch unbedingt ani, meine → tochter.
sie starb im august vor sechs jahren; wohnt nun in meinem herzen, in meinen gedanken, begleitet mich durch die zeit; schwimmt in meinem bewusstseinsstrom alletag mit, manchmal zum rand hin, manchmal abgetaucht eine kleine weile, bald aber wieder präsent, stille anwesenheit in erinnerungsbildern … ani hatte eine pinkfarbene sonnenbrille, die ich aufbewahre, manchmal auch trage mit so einem kleinen gedanken, dass dann meine augen für sie in die welt schauen, und – ja: das ist ganz gut so.

ein gedicht von elisabeth borchers gehört für mich in diesen zusammenhang. wer mag, kann → hier mehr lesen.

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Anfang Juli: Signaturen, Gedicht der Woche

Pega freut sich: Gedicht der Woche auf -> Signaturen.
Danke, lieber Kristian Kühn!

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Alltag: ist das Küchenfenster …

Für Ulli

Wie oft alltags mein Blick durchs Küchenfenster fällt, das kann ich gar nicht zählen.
Nicht, dass da WunderWeißWas zu sehen wäre, ach wo – ich wohn ja in einer ganz ganz kleinen Straße: Nix ist da los!

Manchmal geht (mit Hund oder ohne) jemand vorbei, den ich kenne, also wink ich und der oder die winkt auch und wir nicken und lachen. Oder ein Radler flitzt durch, hui, das ist schon was, action. Jeden zweiten Dienstag hält in aller Herrgottsfrühe, bevor ich selbst zur Arbeit aufbreche, das mächtig große Müllauto vor meinem Küchenfenster.
Ich lehne an der Spüle, trink vorsichtig meinen sehr heißen Tee, gugg den Müllwerkern zu: Der mit dem Pferdeschwanz hat viel Kraft und eleganten Schwung. Wenn er die leere Tonne zurück gestellt hat, wink ich und lach. Er schaut her, nickt, tut so, als hätt er nen Hut auf, den er lüpft zum Gruß. Da die Müllabfuhr eine ganze Weile unsere schmale Straße blockiert, lass ich mir etwas mehr Zeit mit dem Tee als sonst …

Was seh ich noch? Fichten und Tannen, hinter denen das Gegenüberhaus sich versteckt; flitzflinke Eichhörnchen, schwarz und braun; Elstern, Amseln, Meisen, Schmetterlinge manchmal, den Himmel und natürlich das Wetter.

Heut, am Dreikönigstag, war es schneenaß und kalt, das Küchenfenster übersät mit Tropfen, draußen weißfeuchtes Geflöckel.

Für Euch hab ich‘s fotografiert!

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2019 – Glück auf, neues Jahr!

Bevor der erste Tag des jungen Jahres zu Ende geht, möcht ich allen, die mich hier immer wieder besuchen, Glück wünschen, Gesundheit, Mut, Schaffenskraft, Freude am Leben, Frieden im Kleinen und im Großen.

Ja, und – DANKE, dass es Euch gibt!

 

 

 

Am Neujahrsmorgen bei Vrouwenpolder am Versemeer …


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mosaik, PS und außer.dem sind 3BLATT

Drei umtriebige Literaturzeitschriften, die mosaik aus Salzburg, die PS – Politisch Schreiben aus Leipzig und die Münchner außer.dem, tun sich zusammen und arrangieren einen bunt gemixten Leseabend.

Ich freu mich sehr, bei 3BLATT Lesung mal 3 unter den Mitwirkenden zu sein.
Juhu, das wird lustig!

-> wann?
Donnerstag, 29.11.2018, 20 Uhr
-> wo?
Theater Blaue Maus
Elvirastraße 17/a
80636 München Neuhausen

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Alltag: ist ein Krokodil mit Schirmchen ….

Ulli fragt nach dem Alltag, dem Immerwiederkehrenden: nach dem, was man Tag für Tag in die Hände nimmt oder sieht. Eine feine Idee, wie ich finde, und eine Anregung für mich, auch meinen eigenen Alltagstunnel ein bisschen auszuleuchten.

Oft und oft während meiner Arbeitstage fällt mein Blick auf jene Dingelchen, die hier im Bild zu sehen sind.

Das Krokodil stammt aus einem alten Scenotest-Koffer, den ich vor drei, vier Jahren endgültig ausrangiert hab. Seitdem steht das Krokodil mit rosa Schirmchen im Maul auf dem Schreibtisch in meinem Büro, ein bisschen Wächterfigur, ein bisschen Charme-Offensive, ein bisschen vielleicht auch Metapher für meinen Berufsalltag. Manche Kinder lieben es, mit dem Finger über Krokos Holzahnleiste zu tasten. Ich tue das manchmal auch … wenn ich nachdenken muss.

Meine Arbeitsalltage sind vollgepackt mit Terminen. Die kleine Uhr hilft mir, den Zeitplan zu halten, und mit den Küchenweckern, Ei und Lebkuchenmann, markiere ich Zeiteinheiten für die Kinder, die zu mir kommen.

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auf der flucht aus dem bild: pega performt

-> wann
DI, 23.10.2018, 20 Uhr

-> wo?
im Theater HochX
Entenbachstr. 37
81541 München

-> was?
es könnte gehen um:
apnoe und katzenzungen, selfies,
gedankenrecycling, gedimmte bewegung, stille größen, belichtete worte, geschichtete orte, den pupillenpool, radon, zimt, teer, banjos, daumenklaviere, perücken, mandibulae, münzen

Lust und Zeit? –> nix wie hin!

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meer. blicke.

baden und sonnen früh morgens: wind und wellen sind sanft, mild, so auf eine art wie „die tun nix, die wellen, die wollen nur spielen“.
ist also das meer heut ein täppischer hund, leckt mit seiner beweglichen zunge unermüdlich die felsen blank vom schweiß der badenden, tut gutmütig weich. dass der meerhund auch fangzähne hat hart und kalt, das kann man nur ahnen … dann wieder steh ich abends auf dem felsen, schaue so längs übers wasser: kleine wellen, von der letzten sonne beglänzt, glitzern wie tausend glitschende springende fischleiber – oder als wär‘s wasser eine bewegliche haut, zusammengesetzt aus den silberschuppen vielvieler fischlein … ein andermal dann zerfällt es bleigrau im regen, das meer: gleicht modrigen pilzen, ganz nichtssagend flaugrau …


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dicke möwen, flinke schwalben: ankommen im camping

… hymer dethleffs knaus quechua high-tech satellitenschüsseln komfortabel wie daheim perfektionierter plastikhausrat braun und braun gesonnte haut und fleisch und fleisch gegrillt in mengen speck und bauch die möwen essensrestgemästet dick im waschhaus flink und zierlich schwalben ein und aus die reinemachefrauen mehrmals täglich ach wie sauber hier das mittelmeer kein plastik schwimmt kein totes … ding … in fetzen sprachgewirr holländisch französisch deutsch kroatisch italienisch polnisch englisch noch- und nochmal die geschichten von der anfahrt wo man herkommt was man vorhat kochen essen wie das wetter dass die sonnenuntergänge wirklich immer wieder wunderbar sind später still der gute mond die güldnen sternlein prangen hoch und … psst … schon schläft der menschenzirkus unter alten eichenbäumen die tags geduldig schatten schenken sitz ich da ich sag nix frag nix lausche taste schreib demütig diesdas auf dieweil mein sommerkleid sich auf der leine bauscht …

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