Alltag: ist ani, eia wasser regnet schlaf

-> Ullis Alltags-Projekt

ach, zu meinem alltag gehört doch unbedingt ani, meine → tochter.
sie starb im august vor sechs jahren; wohnt nun in meinem herzen, in meinen gedanken, begleitet mich durch die zeit; schwimmt in meinem bewusstseinsstrom alletag mit, manchmal zum rand hin, manchmal abgetaucht eine kleine weile, bald aber wieder präsent, stille anwesenheit in erinnerungsbildern … ani hatte eine pinkfarbene sonnenbrille, die ich aufbewahre, manchmal auch trage mit so einem kleinen gedanken, dass dann meine augen für sie in die welt schauen, und – ja: das ist ganz gut so.

ein gedicht von elisabeth borchers gehört für mich in diesen zusammenhang. wer mag, kann → hier mehr lesen.

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12 Antworten zu Alltag: ist ani, eia wasser regnet schlaf

  1. Pingback: Alltag: ist das Küchenfenster … | Pega Mund : driftout

  2. gkazakou schreibt:

    danke, Pega, für deinen berührenden Text und den link zu Borchers, deren Lyrik ich anscheinend viel zu wenig kenne.

    Gefällt 2 Personen

  3. Ulli schreibt:

    Liebe Pega, ich danke dir für deins, es hat mich, wie Gerda schon vor mir, sehr berührt. Ich bleibe an der Sonnebrillen hängen …
    Auch ich kenne Elisabeth Bochers nicht, ihre Zeilen lassen noch einmal etwas anderes in mir schwingen.
    Morgen fahre ich viele hundert Kilometer zu meinem im Sterben liegendem Bruder … wie sich manchmal eins ins andere fügt …
    Herzensdank und liebe Grüsse
    Ulli ❤

    Gefällt 1 Person

  4. Graugans schreibt:

    manchmal steht die Graugans unterm Birnbaum, nahe am Stamm, damit sie nicht umfällt, wenn sie zum Schlafen das eine Bein hochklappt. Und wenn dann ein Glückstag ist, und wenns finster wird, kommt das Nachterl hergeflogen und setzt sich oben auf einen Ast und dann reden sie ein bisserl über diesen heiligen Unfug des Lebens und Sterbens … das Nachterl sagt:“huhuhu“ und die Gans sagt: „quakquakquak“ und wenn alles gesagt ist, dann schauen sie miteinander in die Nacht nach Salzburg hinüber, wo über dem Gaißberg grad der Mond aufgeht …
    Sei mir gegrüßt im Herzen!

    Gefällt 1 Person

    • Pega Mund schreibt:

      das nachterl hat immer wieder hing’schaut auf das bild, das die frau graugans da gemalt hat. nicht nur zur späten nacht, sondern auch am hellichten nachmittag hat es hing’schaut, und jedesmal, wenn es g’schaut hat, ist es aufs neue ang’rührt gewesen, und hat mit seinem flugelflagelflaus gerunkelt und geraschelt und so leis „huhuhu“ gesagt und dabei ganzganz fest von herzen an die graugans dacht … die hat’s bestimmt g’spürt …

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  5. ab nach Hause schreibt:

    Toller Text.
    Und danke für den Borchers-Link.

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  6. Pingback: Alltag -11- |

  7. Pingback: Alltag 11 – Susanne Haun | Susanne Haun

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