„An den unbekannten Lokführer“

noch wie betäubt vom eindruck der beerdigung heute.
zu grabe getragen: ein junger mann, freitod (ja, dies wort!).

am rande des kraters, den der tod des neunzehnjährigen reißt, liegen briefe, briefe: abschiedsgrüße an eltern, geschwister, an menschen, die wichtig waren, ihm nahe …
auch ein brief an den unbekannten lokführer ist dabei, an jenen menschen also, dessen schicksal es sein würde, ihm beim sterben zu helfen.

 

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14 Antworten zu „An den unbekannten Lokführer“

  1. Pingback: bissl eskapistisch halt … | Pega Mund : driftout

  2. urban liaisons schreibt:

    Ohne pietätlos sein zu wollen, weil so etwas ist immer sehr traurig und tragisch, oft nicht nachvollziehbar und mysteriös, aber das Wort Freitod ist hierbei doch vielleicht ehr irreführend?

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    • Pega Mund schreibt:

      inwiefern irreführend?

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      • urban liaisons schreibt:

        Da ich so etwas schon einmal selber (zum Glück erfolglos!!!) probiert habe vor vielen Jahrzehnten geschah mein gestriger Hinweis, denn mit Freiheit hat das wenig zu tun, vielmehr mit Verzweiflung, Hilflosigkeit und Depression. Der Begriff Freitod gibt dem Ganzen also ein „schönes“ sprachliches Kleid.

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      • Pega Mund schreibt:

        ah, jetzt verstehe ich, was gemeint ist, danke für deine antwort! – „freitod“, ja, das sehe ich auch so, ist ein beschönigendes wort, ein euphemismus, ein ausdruck, der das, was geschieht, ins gegenteil zu wenden versucht. durch die in klammern gesetzte anmerkung hoffte ich, das deutlich zu machen, darauf hinzuweisen, dass das ein beschönigendes wort ist. – viele liebe grüße an dich! – pega

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  3. Ulli schreibt:

    Ach Pega…

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      • Ulli schreibt:

        mir fehlten einfach gestern Abend die Worte, ich wurde so traurig, du hast so kurz und präzise geschrieben, am meisten hat mich der Breif an den Lokführer bewegt –
        nun wünsche ich dir einen schönen Tag, möge der Unbill des Lebens nicht mehr so schnell deinen Weg kreuzen,
        herzliche Grüsse, Ulli

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      • Pega Mund schreibt:

        liebe ulli, der brief an den lokführer – das hat auch mich so besonders berührt, dass ich es hier mitteilen wollte. dank dir für deinen guten wunsch, ich stehe ja diesmal nicht unmittelbar am kraterrand, sondern ein stückerl weiter weg. bestürzt, betroffen bin ich dennoch. – alles liebe dir: pega

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  4. versspielerin schreibt:

    ja, dieses wort … so vielsagend. einen ganz lieben (stillen) gruß an dich.

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  5. Tom schreibt:

    Was ist das für eine Energie, die man haben muss, um aus der Zeit herauszutreten, um endlich zu sein? Ist es so, dass Menschsein dann nicht mehr Menschsein ist? Reduziert diese Sehnsucht nach Stille alle Werte? Kann es sein, dass all die in uns liegende Energie, auch die, die die Vernunft steuert, dazu gebraucht wird, diesen Weg zu gehen? Kann man dem Reisenden den Lokführer anlasten? Ich weiß es nicht, ich weiß gar nichts …

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