escape. from reality …

ich hole e. in der gruppe ab, fahre sie im rolli zu meinem zimmer zur einzelstunde.
_20161115_121259abdrift_800bleich, sehr unruhig ist e. heute, knirscht mit den zähnen, wirft heftig den oberkörper vor, zurück, beißt in ihre hände …
knubbelnarbig ihre daumen, die nägel schier weggenagt. als wir in meinem zimmer ankommen, als die tür sich schließt hinter uns und ich mit dem vertrauten begrüßungsritual beginne, entspannt sie sich, lässt sich von der ruhe im raum mitnehmen.
ich singe
zart, spiele die glöckchen: zwischen den tönen kommt die stille hervor, das ist gut. ich fahre sie zum tisch, wir sitzen über eck wie immer, ich ziehe ihr die handschuhe über, massiere durch die handschuhe hindurch ihre hände.
e. schaut vor sich hin, schaut mich an, schaut zum fenster; in die kronen der bäume geht ihr blick, ins weite zum himmel, zu den wolken hinauf. – wie müde sie plötzlich ist: streckt den linken arm über die tischplatte, legt den kopf darauf, schließt die augen, atmet tief. ESCAPE FROM REALITY lese ich: in glitzergroßbuchstaben quer über ihren gekrümmten rücken aufs sweat-shirt gedruckt: das motto: ESCAPE. FROM. REALITY.

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2 Antworten zu escape. from reality …

  1. Ulli schreibt:

    Gänsehaut der Berührtheit-
    liebe Pega, ich wünsche dir eine friedliche und freudige Zeit, wir lesen uns 2017 (hoffentlich) wieder
    herzliche Grüße
    Ulli

    Gefällt 1 Person

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