Brecht: Zum Geburtstag einen Lieblingselefanten

Weniger ein Porträt des Dickhäuters (doch, klar, schon, auch) als vielleicht ein metapher-isches Selbstporträt? Brecht, wie er sich sieht; wie er ist oder gern wäre. Brecht, der Elefant – listig, stark, gutmütig, gesellig, groß und schwer und schnell und zart zugleich. Leidenschaftlich, empfindsam, liebevoll, lebensfroh, hilfsbereit, kunstsinnig.
Ein Entwurf, eine Vision: vom
besseren Menschen.

++BertBrechtDerElefant_2013-09-23 15.22.58_900

Hat jemand Lust, sich selbst als Tier zu porträtieren in Brecht’scher Manier? Hirsch, Schakal, Kröte, Wolf, Wal, Taube, Schlange, Affe, Tiger, Jaguar, golgochischer Bär, Lyrikschabe … nichts ist unmöglich.

Hier übrigens die ->
Onlineversion einer rororo-Ausgabe der Kalendergeschichten: Augsburger Kreidekreis, Marie Sanders, Fragen eines lesenden Arbeiters, Unwürdige Greisin, Kinderkreuzzug, Teppichweber, Cäsar, Sokrates, Laotse … alles da; und natürlich die Geschichten vom Herrn Keuner (ab Seite 114, scrollen), zum Zwischendurchlesen, zum Aufnehmen und Mittragen in den alltäglichen Zirkus; als Gedankenfutter, als Fluchtpunkt, als Lichtblick. Der Elefant steht auf Seite 121.

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2 Antworten zu Brecht: Zum Geburtstag einen Lieblingselefanten

  1. Anhora schreibt:

    In Brecht’scher Manier könnte ich mich wohl niemals porträtieren. Aber wenn ich als Tier weiterleben müsste, würde ich wahrscheinlich zu einem Schmetterling. Ich würde im Sommerwind dahinschaukeln und nirgends lange bleiben. Im Winter würde ich mich einmotten und im Frühjahr nach den letzten Frösten wieder zum Vorschein kommen. Weil ein solches Leben nicht anstrengt, würde ich sehr alt werden, denn ich wäre eine besondere Art: ein Hundertjähriger Schmetterbunterling. 🙂

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  2. PegaMund schreibt:

    Liebe Anhora, heut ist hier in München so schöner Sonnenschein, dass du gleich als Schmetterbunterling losfliegen könntest. 😉 Ich stelle mir den Schmetterbunterling etwa so groß wie eine Krähe vor, unbeirrbar, klug, ein bisschen majestätisch und auf jeden Fall nicht ins wuselnde Weltengewühl verstrickt, sondern frei im klaren Äther.

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