Trude Krakauer zum Todestag: Flucht

Trude Krakauer, am 30. Mai 1902 als Gertrude Keller in Wien geboren, war Übersetzerin und Schriftstellerin. 1938 verlässt Trude Krakauer ihre Heimatstadt. Durch Vermittlung ihrer Jugendfreundin Thea Weiss hat sie ein kolumbianisches Arbeitsvisum erhalten; Versuche, in andere Länder zu exilieren, waren gescheitert.

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Den Rest ihres Lebens verbringt Trude Krakauer in Bogotá, wo sie am 25. Dezember 1995 stirbt. Ihr Vertrauen in Europa, in die österreichische Heimat ist zerstört. Ein einziges Mal besucht sie Anfang der 1980er Jahre Wien.
Doch ob Trude Krakauer Bogotá je als eine neue Heimat empfunden hat, bleibt fraglich: Ihre Gedichte schreibt sie bis zu ihrem Tod auf Deutsch.
Der österreichischen Historikerin, Exilforscherin und Lyrikerin Siglinde Bolbecher und der von ihr gegründeten Theodor-Kramer-Gesellschaft ist es zu verdanken, dass Trude Krakauers Texte erhalten und zugänglich gemacht werden konnten. Bolbechers Anliegen, für das sie sich jahrzehntelang unermüdlich einsetzte, war es, der vergessenen Literatur der von den Nazis vertriebenen österreichischen SchriftstellerInnen wieder ihren Platz im Bewusstsein der Menschen zurückzugeben.

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