Ingeborg Bachmann – Die große Fracht

Zum Todestag:
++IngeborgBachmannSonnenschiff
Mir gefällt an dem Gedicht die Fülle der Symbolik und wie kunstreich es gebaut ist, wie die Bildebenen ineinander verwoben werden; liedhaft wirkt „Die große Fracht“ durch die Wiederholung der jeweils ersten Strophenzeile als vierter und durch das Aufgreifen der Zeilen aus der ersten Strophe in der zweiten und dritten; dazu über die Strophengrenzen hinaus reichende Kreuzreime, Alliterationen, der ruhige jambische Rhythmus mit sechs Hebungen …
Im alten Ägypten wurde der der tote Pharao in prunkvoll feierlicher Prozession auf einer Barke, dem „Sonnenschiff“, über den Nil ans westliche Ufer zu seinem Grab im Tal der Könige bzw. in der für ihn errichteten Pyramide gebracht. „Lemuren“ wurden im antiken Rom die Totengeister genannt, die nachts umherirrenden Seelen der Verstorbenen.

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3 Antworten zu Ingeborg Bachmann – Die große Fracht

  1. strohpuppe schreibt:

    http://www.musengarten.com/wiki:kreuzschleifen
    Jetzt bin ich endlich wieder drauf gekommen, wie diese Form heißt. Ich denke, es ist eine Kreuzschleife… Genau nachzuprüfen bin ich grad zu faul. 😦 Naja, vielleicht konnte ich dich ja noch überraschen – So, wie du vom Gedicht erzählst, klingt es für mich, als wärst du mit dieser Form nicht bekannt. Ich hab sie in letzter Zeit echt oft bei gedichte.com gelesen, scheint auch in der Internetlyrik beliebt zu sein.
    Ich stand zuerst verwirrt vor dieser Form. Ich konnte mir nicht vorstellen, was der besondere Reiz daran sein soll – Aber dank deines Posts habe ich jetzt eine Ahnung davon. Und das bei einem Gedicht, dass ich vor gefühlter Ewigkeit schon mal gelesen und für langweilig befunden habe. Wie kommt es, dass es mir jetzt so gut, so golden, so stark erscheint?

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  2. strohpuppe schreibt:

    lol. da hab ich wohl was sehen wollen, was nicht da ist. 🙂 trotzdem ein toller Text, auch ohne Kreuzschleife.

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  3. PegaMund schreibt:

    also – du hast mich auf jeden fall überrascht, denn die „kreuzschleife“ war mir nicht bekannt bis jetzt, danke auf jeden fall für den hinweis.
    eine andere form, an die man durch den text sich vielleicht erinnert fühlen könnte, ist die villanelle. berühmtes beispiel: http://de.wikipedia.org/wiki/Do_not_go_gentle_into_that_good_night
    an der villanellenform hab ich mich schon versucht, irgendwo in meinen dateischluchten lagern die … 😉
    übrigens, das, was du berichtest: dass ein früher uninteressantes gedicht dich packt und zu dir spricht – das kenn ich auch. und ich finds eigentlich gut, wenn es so ist, weil i denke, es hängt damit zusammen, dass ich mehr „verstehe“ als früher.
    liebe grüße 😉

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