Matsuo Bashō – Wolken, Mond, Haiku

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Matsuo Bashō, eigentlich Matsuo Munefusa, japanischer Dichter und Wanderer auf dem Weg des ZEN und des KADO, gilt als der herausragende Schreiber und Begründer der japanischen Versform Haiku. Wenn Matsuo das Bedürfnis nach Einsamkeit verspürte, zog er sich zurück in sein „basho-an“, eine aus Bananenblättern (basho) gemachte Hütte.
Bashō gab dem Haiku neue Anmut. Die Struktur seiner Texte spiegelt die Einfachheit einer meditativen Lebensweise wider. Den Vollmond im Herbst besingt er ebenso wie die Flöhe in seiner Hütte. Seine Aufmerksamkeit für den Kosmos der Natur paarte sich mit der Überzeugung, Poesie könne eine Quelle der Erleuchtung sein, ein Lebensstil oder Pfad: Viele seiner Verse tragen eine Schwingung mystischer Qualität, die Naturbilder bergen große Themen.
Die letzten zehn Jahre seines Lebens unternahm Bashō zahlreiche Reisen. Er zeichnete, um seine kontemplative Poesie anzuregen, und schrieb auch „Haibun“, eine Art poetischer Kurz-Prosa in Form von Reisetagebüchern.
Das vllt. berühmteste Haiku überhaupt ist Bashōs Frosch-Haiku, ins Deutsche übertragen von Dieter Krusche:
Der alte Teich.
Ein Frosch springt hinein –
das Geräusch des Wassers.Und -> hier ist das Froschhaiku in mehr als 30 Variationen zu lesen; allerdings in english.
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